Auf manchen Urlaubsbildern bleibt zuerst eine Farbe hängen. Bei unserem Ausflug zu den Kapruner Stauseen ist es das Türkis des Wassers. Dahinter stehen die Berge, darüber hängen Wolken – und mittendrin zeigen die Staumauern, welche Dimensionen dieser Ort hat.

Türkisfarbenes Wasser, Staumauer und Wolken an den Berghängen.
Schon die Auffahrt gehört zur Geschichte
Bevor wir an den großen Wasserflächen standen, ging es nach oben. Auf den Bildern aus dem offenen Schrägaufzug rücken die Streben der Konstruktion, der Hang daneben und unsere Gesichter dicht zusammen. Es ist ein ganz anderer Blick auf die Berglandschaft als bei einer Wanderung.
Die Auffahrt wurde damit selbst zu einem Teil des Ausflugs. Nicht erst das Ziel lieferte ein Motiv, sondern bereits der Weg dorthin. Zwischen den grünen Hängen und der Technik wirkt die Landschaft noch einmal anders.

Ein Familienmoment bei der Auffahrt im offenen Schrägaufzug.
Große Bauwerke, kleine Menschen
Oben verändert sich der Maßstab. Geländer führen entlang der Wasserflächen und über die massiven Bauwerke. Einzelne Menschen stehen am Rand, während sich die Mauern und die Berghänge weit durch das Bild ziehen.
Man kann die Stauseen auf einem Foto ansehen und ihre Größe verstehen wollen. Steht im selben Bild aber jemand am Geländer, wird der Unterschied greifbarer. Dann sind da nicht nur eine Wasserfläche und eine Mauer, sondern ein Verhältnis zwischen Mensch, Landschaft und Bauwerk.

Am Geländer reicht der Blick über den Speichersee.
Die Wolken lagen an diesem Tag teilweise tief über den Hängen. Dadurch wirken die Bilder nicht wie eine glatt polierte Postkarte. Das Türkis leuchtet zwischen grauen Wolken, Fels und grünen Flächen. Gerade dieser Kontrast gibt ihnen ihre besondere Stimmung.
Hier steckt mehr dahinter als ein schöner See
Zum Ausflug gehörte auch die Ausstellung. Historische Darstellungen und Informationen zur Wasserkraft ergänzen die Aussicht. An einem Modell lässt sich das Thema aus einer anderen Perspektive betrachten als draußen vor der großen Staumauer.

Zwischen den Ausblicken gibt es in der Ausstellung zur Wasserkraft etwas zu entdecken.
So bekam der Tag neben der Aussicht auch einen zweiten Schwerpunkt. Draußen standen die Dimensionen im Mittelpunkt; drinnen ging es darum, was hinter den Bauwerken steckt. Für einen gemeinsamen Ausflug ist diese Mischung reizvoll: Man schaut nicht nur in die Landschaft, sondern hat auch etwas zu entdecken.
Ein Wasserbild bleibt – das nächste wird lauter
Natürlich entstanden auch Familienfotos. Am Geländer und mit der Wasserfläche im Hintergrund finden sich diese persönlichen Momente zwischen den großen Landschaftsaufnahmen wieder. Sie machen aus einem Ausflugsziel unseren Urlaubstag.

Ein Erinnerungsfoto mit dem Stausee im Hintergrund.
Von Kaprun bleibt in dieser Reisechronik vor allem das ruhige Türkis. Am nächsten Tag würde Wasser wieder die Hauptrolle spielen. In Krimml war es allerdings nicht still in die Berge eingebettet, sondern schäumte über die Felsen nach unten.
Nächstes Kapitel: Wenn der Wasserfall das Familienfoto übernimmt: unser Tag in Krimml.
Einordnung für euren Besuch
Zu den Kapruner Hochgebirgsstauseen gehören Mooserboden und Wasserfallboden. Besuchsinformationen und Wissenswertes zum Ausflugsziel findet ihr bei Zell am See-Kaprun. Öffnungszeiten und Angebote bitte vor einer eigenen Fahrt aktuell prüfen.
Tipps für euren Ausflug zu den Kapruner Stauseen
- Die Auffahrt einplanen. Zu den Hochgebirgsstauseen führt der Besuchertransfer mit Bussen und Schrägaufzug. Eine direkte Anfahrt bis zu den Seen mit dem eigenen Auto oder Fahrrad ist laut Tourismusinformation nicht möglich.
- Auch im Sommer eine zusätzliche Schicht mitnehmen. Für ein Ziel auf ungefähr 2.000 Metern wettergerechte Kleidung einpacken und die Vorhersage für die Höhenlage prüfen.
- Den letzten Rücktransfer beachten. Bei der Ankunft den aktuellen Fahrplan und die Rückfahrt klären. Rundgänge, Fotos und eine mögliche Führung so planen, dass genügend Reserve bleibt.
- Mit Kindern nicht alles auf einmal vornehmen. Die offizielle Beschreibung nennt den kinderwagentauglichen Stromtrail. Ein familiengeeigneter Abschnitt mit Zeit zum Entdecken kann sinnvoller sein als ein zusätzliches Gipfelziel.
- Natur und Technik verbinden. Wer nicht nur die Aussicht sehen möchte, kann die Ausstellung zur Wasserkraft oder eine angebotene Staumauerführung einplanen. Verfügbarkeit und Umfang vor Ort prüfen.
Offizielle Planungshilfe: Hochgebirgsstauseen Kaprun – Anfahrt und Besuch.
Recherche: 4. November 2026. Planungstipps getrennt vom Reisebericht aus Juli 2025; aktuelle Preise, Termine und Bedingungen bitte über die verlinkten Betreiberseiten prüfen.
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