Talblick

Grüne Wiesen, eine Kuhherde am Weg und ein Gipfelkreuz hoch über dem Karlser Tal: Unsere Wanderung auf die Schönleitenspitze hatte reichlich Abwechslung zu bieten. Und weil wir zwischendurch etwas vom Weg abkamen, gehörte auch ein ungeplanter Anstieg über einen steilen Hang dazu.

Am 22. Juli 2025 machten sich Lena, Felix und ich auf den Weg. Wir starteten in Unterlesach. Über den Lesacher Riegel ging es hinauf zur Schönleitenspitze, auf rund 2.810 Meter Höhe. Zurück führte unsere Runde über die Lesachalm und am Bach entlang.

Zwischen Wald und weiten Wiesen

Zunächst begleiteten uns Bäume, kleine Hütten und eine Kapelle am Weg. Dann öffnete sich die Landschaft: Auf den offenen Hängen führte der Pfad durch die Bergwiesen, während sich gegenüber die steilen Flanken der umliegenden Berge auftürmten.

Auf unseren Bildern wechseln sich Sonne und Wolkenschatten ab. Mal leuchten die Wiesen hell, mal liegen ganze Berghänge im Schatten. Je höher wir kamen, desto weiter reichte der Blick – und desto kleiner wurden die Häuser unten im Tal.

Eine Kuhherde und ein ungeplanter Umweg

Unterwegs mussten wir an einer Kuhherde vorbei. Die Tiere standen am Waldrand, und natürlich hielten wir die Begegnung auch auf einem Foto fest.

Unterwegs kamen wir außerdem etwas vom Weg ab. Um wieder auf die richtige Route zu gelangen, mussten wir einen steilen Hang hinauf. Dieser zusätzliche Anstieg war nicht geplant – gehört aber genauso zu unserem Wandertag wie die schönen Ausblicke. Schließlich waren wir wieder auf dem richtigen Weg und konnten unsere Tour fortsetzen.

Die letzten Meter zum Gipfelkreuz

Weiter oben veränderte sich der Untergrund. Zwischen den Graspolstern lagen immer mehr Steine, und der Schlussanstieg führte über felsige Stufen. Auf dem Hochformat vom Aufstieg sieht man gut, wie sich der Weg zwischen den Felsen nach oben zieht.

Dann erreichten wir das Gipfelkreuz der Schönleitenspitze. Für uns war das der schönste Moment des ganzen Tages: gemeinsam oben anzukommen. Hinter uns lag der Aufstieg mit seinem ungeplanten Umweg, vor uns öffnete sich der Blick über die Bergketten und tief hinunter ins Tal. Lena, Felix und ich hielten diesen Augenblick mit einem gemeinsamen Foto fest.

Über die Lesachalm zurück ins Tal

Vom Gipfel ging es Richtung Lesachalm hinunter. Wieder begleiteten uns offene Hänge und weite Talblicke, später kamen Wald und Almwiesen hinzu. Die Landschaft wechselte vom felsigen Gipfelbereich zurück ins Grün.

Auf dem Rückweg am Bach führte uns eine kleine Brücke über das steinige Bachbett. Zwischen den Felsen schäumte das Wasser – nach den weiten Ausblicken oben am Berg rückten hier wieder die kleinen Details am Weg in den Vordergrund.

Nach der Wanderung kehrten wir in unsere Unterkunft zurück. Anschließend ging es zum Essen in ein Gasthaus in Lesach. So endete unser gemeinsamer Wandertag wieder unten im Tal. Am schönsten war für uns das Erreichen des Gipfels – dieser Moment bleibt das Highlight unserer Runde zur Schönleitenspitze.

Gut zu wissen: die Schönleitenspitze

Osttirol Tourismus gibt die Höhe der Schönleitenspitze mit **2.809 Metern** an. Auf der Tafel am Gipfelkreuz stehen **2.810 Meter** – deshalb verwenden wir hier „rund 2.810 Meter“. Der Gipfel bietet einen weiten Rundblick auf die umliegenden Berggruppen und das Kalser Tal. [Quelle: Osttirol Tourismus](https://www.osttirol.com/aktiv-outdoor/wandern/bike-hike/detail/bike-hike-schoenleitenspitze-2809m).

Für die offiziell beschriebene Rundtour **ab Oberlesach** über den Lesacher Riegel und die Lesachalm werden etwa **15,7 Kilometer**, **1.478 Höhenmeter** und **acht Stunden Gehzeit** genannt. Die Route wird als **schwer** eingestuft. **Wir starteten in Unterlesach; die genannten Werte sind daher Vergleichswerte der offiziellen Route und keine aufgezeichneten Daten unserer Wanderung.** [Quelle: Osttirol Tourismus – Rundtour](https://www.osttirol.com/region-orte/alle-orte/kals/wandern/detail/lesach-riegel-schoenleitenspitze-2809m-lesach-alm).